KAWA PO…

Mit dieser Reihe ziehen wir in diesem Jahr von Kiez zu Kiez, kosten guten Kaffee und sprechen über das, was uns aktuell bewegt. Jeden ersten Sonntag im Monat um 16 Uhr.

Und wenn der Kaffee ausgetrunken ist, gehen wir an die frische Luft: Beim Spazierengehen bleiben wir und unsere Gedanken noch ein stückweit gemeinsam ‚unterwegs‘.

Zum Auftakt gibt es „Kawa po…“ im Bona-Kollektiv: Hermannstraße 178, 12051 Berlin. Am Sonntag, den 4. Februar um 16 Uhr.

Schön wenn Ihr dabei seid!

Schreibt uns eine Nachricht – wir wollen einen Tisch reservieren! zwischendenpolen.berlin@gmail.com

 

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Wir unterwegs.

Unsere besten Wünsche für das neue Jahr teilen wir mit Euch, verbunden mit der Aussicht, auch 2018 wieder gemeinsam unterwegs zu sein. Gedanklich und konkret mit den vertrauten Stationen in unserer Stadt, im buchbund und im Club der Polnischen Versager.

Zum Ende des vergangenen Jahres (es war das letzte Novemberwochenende) fuhren wir ein aufregendes Wochenende lang nach Wrocław. Wir waren im „Kulturzug“ unterwegs – oder war es eher eine „Kulturachterbahn“? – so wie Joanna es formulierte, nachdem wir aus Wrocław zurückgekehrt waren.

Jedenfalls thematisierten wir unser Dazwischen selten so intensiv wie auf dieser Reise. Aufbrüche, Reisen, über Grenzen hinaus gehen – „wir unterwegs“ scheint uns ein gutes Motto auch für 2018 zu sein.

Unterwegs las Emilia Smechowski aus ihrem Buch „Wir Strebermigranten“. Katharina moderierte; sie stellte u.a. die Frage, ob es ums Schließen eines Kreises ginge oder um eine neue Art, mit Migration umzugehen. Der Tenor war deutlich: Wir freuen uns, dass es weitergeht. Und falls sich jemand wundert, ob dass mit der Migration denn nie aufhöre, wird uns das nicht irritieren. Wir sind froh, zwischen den Städten, so wie am Wochenende zwischen Berlin und Wroclaw unterwegs zu sein, viel miteinander zu sprechen, diesmal ganz viel auf polnisch, Geschichten zu teilen – und: zu feiern.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse dieser Reise: Verbindungen sind immer doch möglich, gerade auch wenn Menschen und ihre Vorstellungen nicht zusammen zu passen scheinen. So standen wir am Samstagabend vor der Kulisse einer deutsch-polnischen Freundschaftsparty, die uns ungläubig blicken ließ: ein Fahnenbanner, eine gesetzte Runde, die Bemühung, Andrzejki zu vermitteln; eine Gesellschaft, die einen Kulturtransfer erwartete, oder abwartete, weil er im Programm stand? Wir verstanden nicht recht – war das die Gegenwart? Nach ersten Fluchtreflexgedanken ließen wir uns auf diesen schrägen Abend im Hotel Europejski ein. Petra rief aus: „wir befahren jetzt neue deutsch-polnische Schienen”. Zusammen mit Ceyhun begeisterte sie nicht nur uns mit ihrer einfühlsamen Musik. Es regte sich etwas im Publikum. Es folgten Begegnungen. Und später tanzten wir. Petra ließ keinen Zweifel daran, dass es sich um den “ungewöhnlichsten deutsch-polnische Abend” handelte, den sie erlebt habe.

Ein vielleicht schönstes persönliches Erlebnis während der Party am Abend war der wunderlich-fragende Ausruf des DJs Tomek: “skąd wy ogóle jesteście?!” Wir verstanden uns prächtig mit ihm. Dabei entging es ihm nicht, dass wir weder als Polen noch als Deutsche feierten. Wir waren sicherlich beides, vor allem aber verstanden wir es, miteinander anzustossen und gute Laune zu entwickeln. Aus welchen Orten kämen wir, was habe uns hierher verschlagen? Irgendetwas sei an uns leicht seltsam, nicht exotisch, nicht einzuordnen, schön schräg, wenn auch nur leicht. In diesem Moment war es deutlich spürbar: unser wir.

K.B.

 

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Fotos: A Sz

Unser Winter-Salonik unter einem besonderen Stern:

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Dieser Salonik stand unter einem besonderen Stern. Klar: es war nur wenige Tage bis Weihnachten hin.

Aber heißt das automatisch, dass es ruhig, besinnlich und gemütlich zuginge? Kolędowanie, weihnachtliches Schwelgen? Eben nicht.

Kurz vor Beginn erfuhr ich von Erkältungen; gleich mehrere Saloniki Stars mussten kurzfristig absagen, womit der ganze Salonik knapp vor der Absage stand. Um uns herum spielte sich das trubelige Weihnachtsgeschäft ab; auch im buchbund war gut was los. Unseren Freunden vom buchbund wollten wir dabei natürlich nicht im Weg stehen bzw. nicht zu viel Raum einnehmen. Aber anders als wir erwarteten, kamen weit mehr Kinder und Erwachsene als bei den letzten Saloniki dieses Jahres. Die meisten hatten sich nicht angemeldet, denn sie waren gerade erst wieder gesund geworden. Der Raum war schließlich voller Kinder zwischen knapp 7 Wochen – witaj Kubuś! – und 7 Jahren. Was schön war! Zwar nicht ruhig und besinnlich, aber das war ja auch nicht der Plan. Es wurde eher laut und vor allem auch schön bunt.

Und gerade im Lauten und Bunten leuchtet er hell, der besondere Stern. Ula und Madzia, Ihr beide seid für mich so ein Stern, denn ohne Euch hätte ich nie solche wunderschönen Wichtel geschneidert und genäht – danke, dass Ihr Eure Ideen schon lange vor dem Salonik geteilt habt und wir diese verwirklichen durften, auch wenn Ihr dieses Mal nicht dabei sein konntet. Wir sind mittlerweile geübt und wollen mit Euch bei nächster Gelegenheit weitere Wichtel basteln.

Und da leuchtet schon der nächste Stern auf: Stepi und Stella! Ihr hattet es raus und konntet uns die Nähanleitung verständlich machen. Wäret Ihr nicht dabei gewesen, wäre es mit der Wichtelpracht auch nichts geworden.

Überhaupt lebt ja der Salonik davon, Freunde wiederzusehen und miteinander ein Stück weiterzugehen. Ob per gelungener Bastelei, einer spannenden Eingebung am Rand oder zumindest einem kurzem Gespräch.

Und genau davon genoss ich diesmal reichlich.

Unser Gedichte-Wichteln mag zum Schluss etwas kurz gekommen sein, denn es kam schon eine leichte Aufbruchsstimmung auf. Und doch konnten wir Julian Tuwim vernehmen, mit wunderschöner Zeichnung eines kleinen Saloniki Stars – und ja: beim Verabschieden an der Tür kamen wir auf diesen Dichter zurück, und über ihn auf bereits anvisierte Pläne für das kommende Jahr. Ich genoss es auch, die Gedichte auszupacken, die ich mitgebracht hatte, und zwar weil jeweils ganz stark eine Freundin aus unseren ‚Reihen’ in meinen Gedanken dabei aufleuchtete. (Sprecht mich an, wenn Ihr es genauer wissen möchtet).

Ein Gedicht tippe ich Euch hier ab, weil es meine Wünsche für Eure Weihnachtszeit und für unser neues Jahr gut auf den Punkt bringt:

Lasst uns viel lachen und gesund bleiben!

K.B.

Śmiech

Niech się śmieje szewc, magister, uczeń, ksiądz, minister!

Śmiech na zdrowie dobrze robi, więc będziemy wszyscy zdrowi!

(Małgorzata Strzałkowska)

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Szwingen wir zusammen beim Salon im Klub?

Liebe Freunde,
wir laden Euch herzlich ein zum sechsten Salon im Klub! Er findet statt am Sonntag, den 10. Dezember 2017 um 19.00 Uhr im Club der Polnischen Versager in der Ackerstraße 168, 10115 Berlin.

Beszwingt wollen wir dieses Jahr beschließen: Mit Liedern, die uns zu Weihnachten, aber vielleicht auch sonst im Jahr ans Herz gehen. Für „Zwischen den Polen“ ist die Musik eine tolle Bühne, auf der es sich gut auch mal mehrsprachig über das Parkett gleiten lässt.

Welche Lieder habt ihr auf der Zunge? Bringt sie mit und lasst uns gemeinsam anstimmen, für ein tolles gemeinsames Fest, gegen den grauen Winterblues.

Getränke könnt ihr im Club erwerben. Wer noch eine Nascherei für die lange Tafel mitbringen möchte, sei dazu herzlich angeregt.

Wir freuen uns auf einen beszwingten Abend mit Euch.
Zwischen den Polen

Unkostenbeitrag: +/- 4 Euro

Einladung zum Winter-Salonik

Liebe Freunde des Salonik 1-2-3,
am liebsten sind wir gerade zu Hause und trinken Kakao, singen Adventslieder, lesen Bücher vom Bezaubernden und Geheimnissvollen und filzen Wolle. Da es aber viel schöner ist, das alles gemeinsam zu tun, laden wir Euch zum nächsten Salonik ein – und zwar am Samstag, den 16. Dezember 2017 um 14.30 Uhr, natürlich wieder im Buchbund, Sanderstraße 8 in Neukölln.

Aber da auch der Weihnachtszauber vielfältig ist und unterschiedlichen Ursprungs sein kann, möchten wir uns bei diesem Salonik – ganz achtsam und behutsam – über unsere weihnachtlichen Geheimnisträger austauschen: Über Zwerge, Wichtel und Mikołaje

Wer bringt – bei Euch – eigentlich die Geschenke? Hier und Heute in Berlin? Und wie war das damals? In den 80er/90er Jahren? In Polen? In Ost- oder Westdeutschland? Welche Rolle spiel(t)en Spielsachen? Wird eher gesungen oder ausgepackt? Habt Ihr noch Fotos vom Weihnachten Eurer Kindheit? Bringt sie gerne mit – zum Schauen, zum Vergleichen und zum Staunen!

Wir möchten an dem Nachmittag gemeinsam mit den Kindern kleine Woll-Zwerge basteln, in die vielleicht Geheimnisse und Wünsche versteckt werden können. Auch wollen wir Euch und uns reich mit schönen Worten beschenken und zwar bei einem Gedichte-Wichteln. Bringt dafür ein kleines, kurzes gerne polnisches, oder deutsches oder ganz anderes Gedicht mit, das Ihr gerne verschenken wollt und das sich gut im Salonik-Rahmen – auch den kleinen Kindern – vorlesen lässt.

Wir freuen uns auf Euch und auf den nächsten sicher ganz zauberhaften Salonik
Zwischen den Polen

  • Mehr Infos zu uns auch auf Facebook.
  • Zum Austausch per Mail laden wir ein und bitten auch um vorherige Anmeldung.
  • Wir freuen uns über eine Spende von 2 Euro pro Kind für unsere Kosten. Und natürlich über Eure Fotos und Gedichte!

 

Sind wir Strebermigranten?

Wie das Buch „Wir Strebermigranten“ von Emilia Smechowksi Anlass gibt, über ein postmigrantisches „wir“ nachzudenken – ein Gedankenfluss

Ein Abend im September 2017, Emilia Smechowski hat gerade aus ihrem ersten und soeben erschienenen Buch „Wir Strebermigranten“ gelesen. Zur Premiere hatte sie auch uns, die Initiative Zwischen den Polen, in die Berghain-Kantine eingeladen… weiterlesen

Einladung zum Herbst-Salonik

Liebe Freunde des Salonik 1-2-3,
zum Herbst widmen wir uns – nicht zum ersten Mal, aber immer mit viel Liebe – unserem Lieblingsobst: dem Apfel – jabłuszko! Er schmückt nicht nur unser Logo, sondern inspiriert uns auch immer wieder aufs Neue. Daher laden wir Euch herzlich zum Herbst-Salonik am Samstag, den 7. Okotober 2017 um 14.30 Uhr im Buchbund ein, Sanderstr. 8, U-Bahn Schönleinstraße.

„Jest zupa jabłkowa i knedle z jabłkami, duszone są jabłka, pieczone są jabłka, i z jabłek szarlotka, i kompot, i babka!“ schrieb schon Jan Brzechwa. Aber da gibt es noch mehr: zum Beispiel sztemple aus Äpfeln. Während wir verschiedene Apfelsorten naschen ­– auch ganz besondere alte Sorten vom targ – stimmen wir das Lied Małe czerwone jabłuszko an. Und dann stempeln wir Äpfel. Die Kleineren können einfach halbe Äpfel in Farbe tunken, die Großen basteln welche. Damit können wir dann schöne karteczki pocztowe dekorieren.

Bringt dazu Euer Lieblingsrezept für Szarlotka oder Jabłecznik mit: ist es noch von Eurer babcia oder vielleicht aus dem tollen Kochbuch „O jabłkach“? Uns läuft jetzt schon das Wasser im Mund zusammen… mniam mniam!

Wir freuen uns auf Euch

Zwischen den Polen
> Mehr Infos zu uns auf www.zwischendenpolen.de oder über Facebook.

  • Zum Austausch per Mail laden wir ein und bitten auch um vorherige Anmeldung.
  • Wir freuen uns über eine Spende von 2 Euro pro Kind für unsere Kosten.
  • Ihr könnt auch gerne Eure Lieblingssorte an Äpfeln mitbringen – zum teilen und probieren.
  • Save the date: Am 16. Dezember 2017 findet der nächste Salonik statt!
  • Und unser legendärer Weihnachtssalon im Club der Polnischen Versager findet mit Gesangseinlagen am 10. Dezember statt!

> Seit Sommer 2013 läuft unsere Veranstaltungsreihe Salonik 1-2-3 für Eltern und Kinder. Wenn Ihr einmal einen Salonik mit uns organisieren wollt, dann meldet Euch gerne! Wir freuen uns immer über Verstärkung.

Der nächste Salonik 1-2-3 …

Salonik-1-2-3
…findet statt am Samstag, den 7. Oktober! Wir treffen uns wieder um 14.30 Uhr im Buchbund, Sanderstr. 8, U-Bahn Schönleinstraße.
Wir laden Euch herzlich ein zu unserer Veranstaltungsreihe für Kinder und Eltern und freuen uns mit bekannten und neuen Gesichtern den Herbst zu begrüßen!
  • Um vorherige Anmeldung per Mail wird gebeten.
  • Wir freuen uns über eine kleine Spende von 2 Euro für unsere Kosten.
  • Getränke und Snacks können im Buchbund erworben werden

So war der Frühlings-Salonik 1-2-3:

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Du bist Spatz und du bist Storch, so ein Zitat aus einem Animationsfilm für Kinder. Es ist beides möglich, es schließt sich nicht aus und ist kein Widerspruch. So eine Erkenntnis unseres Saloniks, in dem die bociany, die Störche, die Hauptrolle spielten, die gerade aus den „warmen Ländern“, z „ciepłych krajów“, wie man auf Polnisch sagt, zurückkehren. Nach einer langen Reise zwischen den Kontinenten, die sie Jahr für Jahr antreten. Immer wieder auf der gleichen Migrationsroute, immer wieder an den gleichen Ort zurück. Du bist Spatz und du bist Storch. Und das wollen wir auch den Kindern vermitteln mit unseren Saloniki, bei denen es nicht darum geht, krampfhaft grammatikalisch korrektes Polnisch einzuüben, sondern spielerisch mit Sprache, mit dem Alltag, mit der Erinnerung, mit den Familientraditionen, Nationalitäten und Herkünften umzugehen. Keine Zuschreibungen, keine Festlegungen, keine Zwänge. Wenn die Kinder nicht Polnisch sprechen wollen, dann müssen sie es nicht. Dennoch wollen wir natürlich auch einen Ort schaffen, an dem die Kinder sehen können, dass es mehr von diesen komisch vermischten Familien gibt, in denen auch deutsch oder polnisch oder beides gesprochen, vorgelesen oder gesungen wird. Wo es sowohl kle-kle als auch klapp-klapp gibt.

U.L.

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Der nächste Salonik 1-2-3 …

Salonik-1-2-3
…findet statt am Samstag, den 25. März! Wir treffen uns wieder um 14.30 Uhr im Buchbund, Sanderstr. 8, U-Bahn Schönleinstraße.
Wir laden Euch herzlich ein zu unserer Veranstaltungsreihe für Kinder und Eltern und freuen uns mit bekannten und neuen Gesichtern den Frühling zu begrüßen!
  • Um vorherige Anmeldung per Mail wird gebeten.
  • Wir freuen uns über eine kleine Spende von 2 Euro für unsere Kosten.
  • Getränke und Snacks können im Buchbund erworben werden