So war der Frühlings-Salonik 1-2-3:

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Du bist Spatz und du bist Storch, so ein Zitat aus einem Animationsfilm für Kinder. Es ist beides möglich, es schließt sich nicht aus und ist kein Widerspruch. So eine Erkenntnis unseres Saloniks, in dem die bociany, die Störche, die Hauptrolle spielten, die gerade aus den „warmen Ländern“, z „ciepłych krajów“, wie man auf Polnisch sagt, zurückkehren. Nach einer langen Reise zwischen den Kontinenten, die sie Jahr für Jahr antreten. Immer wieder auf der gleichen Migrationsroute, immer wieder an den gleichen Ort zurück. Du bist Spatz und du bist Storch. Und das wollen wir auch den Kindern vermitteln mit unseren Saloniki, bei denen es nicht darum geht, krampfhaft grammatikalisch korrektes Polnisch einzuüben, sondern spielerisch mit Sprache, mit dem Alltag, mit der Erinnerung, mit den Familientraditionen, Nationalitäten und Herkünften umzugehen. Keine Zuschreibungen, keine Festlegungen, keine Zwänge. Wenn die Kinder nicht Polnisch sprechen wollen, dann müssen sie es nicht. Dennoch wollen wir natürlich auch einen Ort schaffen, an dem die Kinder sehen können, dass es mehr von diesen komisch vermischten Familien gibt, in denen auch deutsch oder polnisch oder beides gesprochen, vorgelesen oder gesungen wird. Wo es sowohl kle-kle als auch klapp-klapp gibt.

U.L.

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Der nächste Salonik 1-2-3 …

Salonik-1-2-3
…findet statt am Samstag, den 25. März! Wir treffen uns wieder um 14.30 Uhr im Buchbund, Sanderstr. 8, U-Bahn Schönleinstraße.
Wir laden Euch herzlich ein zu unserer Veranstaltungsreihe für Kinder und Eltern und freuen uns mit bekannten und neuen Gesichtern den Frühling zu begrüßen!
  • Um vorherige Anmeldung per Mail wird gebeten.
  • Wir freuen uns über eine kleine Spende von 2 Euro für unsere Kosten.
  • Getränke und Snacks können im Buchbund erworben werden

Ein Rückblick: Salonik 1-2-3

Letzter Satz meiner vierjährigen Tochter am Abend nach dem Winter-Salonik: „Mama, ich werde jetzt vom Salonik träumen.“ Ein schöneres Lob kann es nicht geben, meine ich. Auch wenn der Salonik (unsere Veranstaltungsreihe für Eltern und Kinder) nur vier Mal im Jahr stattfindet, so prägt er die Kinder mittlerweile sehr. Tagelang danach wird noch das Begrüßungslied gesungen, das die Kinder schon längst verinnerlicht haben und der Salonik wird in Rollenspielen „nachgespielt“. Warum ist das so? Vielleicht ist es die besondere Stimmung im Buchbund, das gemeinsame Singen, die Eltern, die irgendwie anders sind als sonst, wenn sie sich an ihre (polnische) Kindheit erinnern. Das alles nehmen die Kinder auf und freuen sich immer auf diese besonderen Samstage im Jahr. Bei meinem Kind kommt noch dazu, dass sie die Vorbereitungen ganz bewusst mitbekommt. Dieses Mal waren die Vorbereitungen für den Weihnachtssalonik besonders aufwendig. Für die kutja, die wir gemeinsam machen wollten, brauchten wir nämlich eine Menge gemahlenen Mohn. Und dieser musste selbst gemahlen werden. Dafür hat mir meine Mutter sogar ihre Mohnmühle geschickt. Dadurch sind wir nun zu Mohnexperten geworden. Wissen, dass man nur trockenen Mohn richtig mahlen kann und nicht den nassen, vorgekochten. Das tropft nämlich ganz fürchterlich… Die Kinder haben dann auch die Mohnmühle ausprobiert, haben Nüsse geknackt, Rosinen eingeweicht und Trockenfrüchte aus dem neuen wunderbaren türkischen Laden Kottbusser Damm Ecke Böckhstraße kleingeschnitten. Spätestens da haben wir uns von den alten Rezepten und Vorgaben gelöst und haben neu interpretiert und nach unserem Geschmack gestaltet und verändert. So wurde es eine deutsch-polnisch-türkische-berlinische kutja, die vielleicht anders schmeckte als bei der babcia, aber doch köstlich war und uns auch ein bisschen an die Weihnachten unserer Kindheit erinnerte.

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U.L.

Wesołych Świąt!

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Wir wünschen euch allen friedliche und entspannte Feiertage!

Vielleicht genießen heute die einen oder anderen den traditionellen barszcz z uszkami, kapustę z grzybami, karpia, siemieniotkę, makowiec oder makówki! Und wer weiß, vielleicht klopft heute endlich mal der unbekannte Gast.

In jedem Fall: Habt eine wundervolle Zeit und smacznego!

Foto: Anna Szkoda

Rückblick Liebes Wedding – Ausstellung

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Ein wunderbarer und langersehnter Oktober. Raki und Wodka Gläser sind vorerst (!) wieder in ihren Regalen. Nach unserer drei wöchigen Odyssee durch das deutsch-türkisch-polnische Prisma der Liebe starten wir mit unserem Rückblick und beginnen mit der wunderbaren Ausstellung!

So war unsere Liebes-Wedding Ausstellung

Love was in the Air – In der Liebe geht es nicht nur um die Kunst und das Glück zu einander zu finden, sondern auch um die verschiedenen Arten ihrer Wahrnehmung und darum, ob und welchen Einfluss unsere Herkunft darauf hat. Dieser Frage gingen in unserer drei wöchigen Ausstellung sowohl deutsch-polnische, als auch deutsch-türkische Künstler/innen nach. In der Montagehalle in der Malplaquetstraße präsentirten sie uns mit ihren Werken, wie individuell Liebe ausgeprägt sein kann.

Die Vernissage war großartig, ließ ordentlich Korken fallen und lockte über 200 Gäste in den Wedding. Allen, die zur Eröffnung oder in den folgenden Wochen zur Ausstellung oder Finissage vorbei gekommen sind, möchten wir ein lautes s c h ö n,  dass ihr da wart sagen!

Unsere deutsch-türkischen und deutsch-polnischen Künstler/innen:
Sebastian Bieniek, Slawomir Elsner, Harun Güler, Miray Seramet, Deniz Sertkol, Paul Sochacki, Angelika J Trojnarski

Die Vernissage wurde fotografisch von Darwin Stapel festgehalten:

Für eine kleine Momentaufnahme der Finissage sorgte Anna Szkoda:

FINISSAGE + ARTIST TALK + PARTY

Das Abenteuer unseres Kennenlernens wird bei unseren nächsten und letzten Events  FINISSAGE UND KÜNSTLERGESPRÄCH und der finalen Verschmelzungs – PARTY gefeiert. Kann es einen schöneren Grund dafür geben als die LIEBE? Kommt vorbei, bringt Freunde und Verwandte mit und tanzt mit uns bis Rakı, Wodka und Bier alle sind. Wir freuen uns auf euch!

KÜNSTLERGESPRÄCH UND FINISSAGE

MIT HARUN GÜLER, MIRAY SERAMET und PAUL SOCHACKI

Moderiert von MIRIAM ZLOBINSKI

am 21.10. um 18 Uhr in der Montagehalle, Malplaquetstr. 25

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PARTY

am 22.10 ab 22 Uhr im Anita Berber

Mit MEHMET ASLAN, DJ IPEK, MACIEJ ZAMBON, KORNELIA BINICEWICZ und einer zauberhaften Überraschug!

LESUNG | Liebes Wedding | 15. Okt.

Liebe Freunde,


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ach einer wunderbaren Vernissage und einem spannenden Filmabend im  Rahmen von LIEBES WEDDING laden wir Euch nun ein zu unserer:

L E S U N G

Wo: Bibliothek am Luisenbad im Wedding | Wann: 15.Okt. / 17 bis 20 Uhr
Der Eintritt ist kostenlos.

Hier geht es zum Facebook-Event

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In der Literaturveranstaltung geht es um das Ungewisse und um das Suchen. Was löst es aus, das Land der Eltern und Großeltern zu bereisen? Unterwegs tauchen unerwartete ‚Routen‘ und neue Impulse auf. Die Liebe ist dabei oft treibende Kraft. Matthias Nawrat („Die vielen Tode unseres Opas Jurek“), Deniz Utlu („Die Ungehaltenen“) und Alexandra Tabor „Minigolf Paradiso“) lesen aus ihren Romanen und diskutieren anschließend mit der freien Autorin
Ebru Taşdemir.
Die deutsch-polnische Musikerin Petra Nachtmanova wird dazu traditionelle türkische Lieder zum Besten geben.

Moderiert wird das Ganze von Johannes C Frank.
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Danke an die zahlreichen Besucher bisher – Wahnsinn, ihr seid toll! Lasst euch auch literarisch berauschen am 15.10., wir freuen uns!