2015

Eindrücke und Fotos der vergangenen Saloniki

Salonik-1-2-3

Frühling: kanapki

Bei unserem Frühlings-Salonik wollten wir kulinarische Frühlings-Erinnerungen aus der Kindheit wieder aufleben lassen. Wir hatten alles für wunderbare kanapki mit Frühlingsgemüse vorbereitet: rzodkiewki, szczypiorek, rzeżucha, sałata, kalarepka und andere Köstlichkeiten, die wir mit dieser wunderbaren Jahreszeit verbinden. Aber die Gemüse-kanapki hatten wirklich keine Chance gegen die Buchbund-Kekse. Die Kinder waren sich da sehr einig und verschmähten einstimmig unser mitgebrachtes Grünzeug. Dafür ist das Ogórek-Lied von Fasolki aus dem Jahr 1988 etwas besser angekommen. Das gemeinsame Bepflanzen der mitgebrachten Tontöpfe war dann doch ein voller Erfolg. So wurde aus dem Buchbund für einen Nachmittag ein Frühlingsgarten mit vielen kleinen Gärtnerinnen und Gärtnern. Die Kinder waren mit viel Konzentration und Freude dabei und schaufelten fleißig die Blumenerde. Sogar die ganz Kleinen hatten klare Vorstellungen darüber, welche der Samen sie haben wollen – zur Auswahl gab es Schnittlauch, Radieschen oder Kresse. Natürlich wurden wir von den Kindern ziemlich schnell und ganz empört darauf aufmerksam gemacht, dass ja das Wasser und die Gießkannen zum Gießen der Samen fehlen würden. Liebe Salonik-Kinder, wir versprechen uns zu bessern! Gebt uns also noch eine Chance beim nächsten Sommer-Salonik. Statt Schnittlauch-Broten wird es süßen Honig geben. Und natürlich wieder die neuen Salonik-Buttons zum Mitnehmen!

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Sommer: pszczoła

Sommerlicher hätte er nicht werden können, der Sommer-Salonik. Bei Außentemperaturen von ca. 40 Grad ließen sich die Wachsplatten besonders gut formen und im ganzen Buchbund roch es köstlich nach Wachs und Honig. Passend zum Bienen-Motto summten wir auf deutsch und polnisch summm und bzzz in uns hinein und sangen mit Hilfe von YouTube das Biene Maja Lied po polsku. Sprachlich war dieser Salonik eine besondere Herausforderung mit einem schwierigen Imker-Fachwortschatz. So mussten Joanna vom Buchbund und die Pons-Wörterbuch-App regelmäßig bemüht werden um herauszufinden was Waben heißt und wie Stachel „żądło“ eigentlich geschrieben wird.

Gleichzeitig war der Salonik diesmal auch ein kleines Geburtstagsfest mit Kuchen, mit Wachskerzen auspusten, und sto lat singen, denn zwei der Zwischen-den-Polinnen hatten an dem Tag Geburtstag. Neben dem Erdbeerkuchen gab es noch andere leckere und klebrige Süßigkeiten. Insbesondere Wabenhonig zum Auslutschen! Der konnte gut mit den Biene Maja Fruchtgummis konkurrieren – der Honig hatte den entscheidenden Vorteil, dass er sich nach dem Ausschlecken und Kauen in ein leckeres Wachskaugummi verwandelte.

Dieser Wabenhonig gehörte für einige von uns in der Kindheit zu einer der wichtigsten Süßigkeiten, die es in Polen der 80er Jahre zu bekommen gab. Daneben gab es natürlich noch weitere Leckereien wie: kisiel, Brot mit Butter und Zucker, Nudeln mit Zucker, zerquetschte gezuckerte Erdbeeren mit Schlagsahne und natürlich kogel-mogel. Undenkbar, dass heute kleine Kinder so etwas essen dürften, denn für einen kogel-mogel verrührt man ein rohes Eigelb mit Zucker zu einer schaumigen Masse und für die Luxusvariante fügt etwas dunklen Kakao hinzu. Joasias Vater soll auch Zitrone hinzugefügt haben – was sicherlich wie eine Art polnische Interpretation der tarte au citron schmecken dürfte. Das muss unbedingt ausprobiert werden – spätestens dann wenn die Süßigkeitenschublade leer, der Weg zum Späti zu mühsam und die Lust auf Süßes unbezwingbar ist!

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Herbst: kompot

Nach dem Herbst-Salonik zum Einwecken fragt Ihr Euch alle sicherlich: Wie kriegt man eigentlich einen so wunderbaren Salonik hin? Und wie macht man diese leckeren kompoty? Wir werden es Euch verraten:

Man braucht:
1 Buchbund
1 Herbstlicher Berliner Samstagnachmittag (gerne bewölkt)
Eine kleine bis mittlere Horde netter aufgedrehter deutsch-polnischer Kinder im Alter von zwei bis fünf Jahren
Eine Handvoll bekannter und eine Prise neuer sehr netter Eltern mit hohem Koffein- und Austausch-Bedarf
Die leckeren Ricotta-Hörnchen von Katulki (achtung: es werden immer zu wenige sein, egal was man macht)
1 Asia die alle mit Kaffee und polnischen Kinderbüchern versorgt
1 tanzbares polnisches Kinder-Herbst-Lied (wir empfehlen: małe czerwone jabłuszko)
Eine Apfelschälmaschine (eine, mit tollem Apfel-Spiral-Effekt und langen Schalen-Schlangen)

Speziell für die kompoty braucht man weiterhin:

Viele kleine Kinder-Hände, die die geschälten Äpfel kleinschnibbeln (geht auch auf dem Fußboden, macht mehr Spaß. Optional auf einem kleinen Holz-Brettchen)
10 Weck-Gläser aus der Vorkriegszeit aus dem schlesischen Keller der Oma mit Gummi und Klammer
Viele kg Äpfel, unbedingt von dieser unbekannten und leckeren Sorte aus dem polnischen Garten
1 große Packung Zucker (am besten den richtigen aus Rüben und nicht die Bio-Voll-Roh-Rohr-Variante)
Eine gute Einweisung in die kompot-Herstellung von der polnischen Mutter oder Großmutter

Smacznego!

Ein Dank an Dorota Masłowska und ihr wunderbares Buch „Więcej niż możesz zjeść“ für die Inspiration zu diesem „Salonik-Rezept“!

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Winter: łańcuchy

Unseren Winter-Salonik kann man als eine Art Kettenreaktion beschreiben. Mit vorhandenem und mitgebrachtem Material wurden łańcuchy aller Art gebastelt. Mangelndes Klebematerial beflügelte dabei zusätzlich die sprudelnde Fantasie. Die Glieder wurden gerollt, geknickt, mit Uhu oder Klebeband aneinander gereiht.

Aus all den individuellen Ketten suchten wir für den buchbund eine besonders lange und dekorative als weihnachtliche Ladendekoration aus.

Richtig stimmungsvoll wurde es dann durch die – zuerst zaghaft, dann immer kräftiger gesungenen – kolędy. Voller Respekt: Denn trotz fehlender Texte und Noten hatten unsere Salonik TeilnehmerInnen die meisten Weihnachtslieder im Kopf.

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